Duysal Altinli ist ein wichtiger Spieler für den Spö. Als Allrounder kann man ihn nämlich in allen Mannschaftsteilen einsetzen. Angesichts der Verletztenmisere, die der RSV momentan zu beklagen hat, ist er umso wertvoller. Doch Duysal ist seit dem Lokalderby beim 1. FC Mönchengladbach gesperrt. Warum, das weiß niemand so genau. Tatsache ist, dass Engin Ayvaz nach einem harten Tackling die Rote Karte sah (74.). Sicherlich eine vertretbare Entscheidung. Engin Ayvaz verließ also niedergeschlagen das Feld und ging duschen. Doch Schiedsrichter Roland Inderhees aus Brüggen notierte versehentlich Duysal Altinli als Sünder, der zu diesem Zeitpunkt schon ausgetauscht worden war. So weit, so schlecht. Denn niemandem fiel dieser Irrtum auf, auch nicht dem Verantwortlichen des RSV, der den Spielberichtsbogen abzeichnete. Hellhörig wurde man beim RSV erst, als der Verband dem Spielverein das Strafmaß (2 Spiele Sperre) für Duysal Altinli (!) mitteilte. Umgehend teilte der RSV dem Verband mit, dass nicht Duysal Altinli, sondern Engin Ayvaz der Rotsünder war. Konsequenz laut Verbandslogik: dann sind eben beide Spieler gesperrt. Da Schiedsrichter Inderhees sich in Urlaub befand, war die Sache nicht kurzfristig aufzuklären. So mußte der RSV im Pokalspiel in Süchteln und im Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd auf Altinli verzichten. Beide Spiele wurden übrigens verloren.
Während Rotsünder Engin Ayvaz am Sonntag wieder spielberechtigt ist, war bis heute nicht zu klären, ob Duysal Altinli, der überhaupt keine Schuld am ganzen Dilemma hat, am Sonntag wieder spielen darf. Wenn die Personalsituation beim RSV nicht so ernst wäre, könnte man lauthals lachen über diese Posse.
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